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Regenwald. Ökosysteme in Gefahr.

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Wälder sind Lungen der Erde.

Vor der Haustür.

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Regenwälder und ihre Besonderheiten.

Die größte zusammenhängende Regenwaldfläche findet man derzeit noch am Amazonas. Das Regenwaldklima ist sehr feucht, denn es fällt meist mehr als 2.500 mm Niederschlag im Jahr pro Quadratmeter [bis zu 10.000 mm/m2 jährlich im Extremfall]. Regen fällt meist wolkenbruchartig. Viele Pflanzen haben sich darauf spezialisiert, Wasser und Nährstoffe aus der Luft aufzunehmen. Zum Boden gelangt nur wenig Licht [etwa nur 1-2%]. Hier wachsen also wenige Pflanzen. Der Boden ist sehr nährstoffarm [oft Sandboden]. Die Humusschicht ist sehr dünn, da wenig Laub abfällt.

Regenwälder produzieren Biomasse und beeinflussen das globale Klima.

Naturbelassene Wälder [wie z.B. der Regenwald] nehmen enorme Mengen an Kohlenstoffdioxid auf. Daraus produzieren sie per Fotosynthese organische Substanz sowie nebenbei Sauerstoff. Wälder beeinflussen sowohl das regionale sowie globale Klima enorm. Zudem mildern sie extreme Klimabedingungen wie Frost, Hitze oder Stürme. Sie reinigen Luft und Wasser von Schadstoffen und wirken der Bodenerosion entgegen.
Ein Hektar Regenwald [10.000 m2] ernährt etwa 800.000 kg Pflanzen und Tiere. Wenn der gleiche Hektar abgeholzt, gesäubert und mit Gras eingesät wird, kann man damit gerade einmal 200 kg Fleisch pro Jahr produzieren. Das reicht für nur 1.600 Fast-Food-Hamburger.

Die Artenvielfalt.

In den Regenwäldern der Erde leben viele Millionen Tier- und Pflanzenarten; etliche davon gibt es nur hier. Es gibt nach neuen Auffassungen von Wissenschaftlern bis zu 40 Mio. Arten auf der Erde, 80% in den Regenwäldern – also genetische Vielfalt. Während in ganz Europa beispielsweise nur 50 Baumarten existieren, gibt es auf einer Regenwaldfläche von 1 Hektar allein oft über 700 verschiedene Baumarten.

Menschlicher Lebensraum.

Obwohl der Regenwald nährstoffarm ist sowie keine Stoffüberschüsse entstehen, ist der tropische Regenwald noch immer Lebensort vieler indigener Naturvölker, z.B. der Yanomami im Nordwesten von Brasilien oder der Penan auf Borneo. Derzeit gibt es noch etwa 200 indigene Naturvölker mit einzigartigen Kulturen. Sie entnehmen dem Regenwald nur wenig und achten darauf, dass genügend Wald nachwächst. Die Landwirtschaft der Naturvölker vernichtet den Regenwald nicht, sondern ist dem Regenwald angepasst.

Die Wälder der Erde sind bedroht.

Der Mensch selbst entzieht sich seine globale Lebensgrundlage, in dem der Raubbau an der Natur betreibt. In erster Linie gegen dabei multinationale Großkonzerne mit negativem Beispiel voran.
  • Abholzung z.B. für die Papierherstellung und die Möbel der Reichen [Tropenhölzer sind kurz vor dem Aussterben]
  • Raubbau an Bodenschätzen [z.B. Gold, seltene Erden]
  • Verschmutzung von Luft, Böden und Gewässern
  • Abholzung zwecks Weidegewinnung für riesige Viehherden der Fast-Food-Konzerne [inklusive Methanausstoß] sowie für Monokultur-Plantagen [z.B. Ölpalmen, Soja, Mais] der Lebensmittel-Konzerne [intensive Landwirtschaft]
  • aus Lebensmitteln [z.B. Mais] werden Energieträger hergestellt, die die Umwelt belasten [z.B. Alkohol für E-10-Benzin]
  • Brandrodung und Ausstoß von Treibhausgasen
  • Artensterben, kommerzielle Jagd
  • Unterstützung des Klimawandels der durch Menschenhand durch zurückgehenden Waldbestände
  • schädliche Zivilisationseinflüsse auf Regenwaldvölker [z.B. Alkohol, Waffen, Kunststoffe, Sklaverei, Missionierung]
  • Wüstenbildung etc.

Mach' es besser!

  • Papier sparen bzw. Recyclingpapier benutzen
  • Produkte verwenden, die kein Palmöl enthalten [bzw. nachhaltig erzeugte Bio-Öl benutzen]
  • kein Fast-Food bei den großen Ketten verzehren [und Sie schützen noch zusätzlich ihre Gesundheit]
  • vielleicht gänzlich [oder Großteils] auf Fleisch verzichten
  • Waren mit Umweltzeichen kaufen [z.B. FSC-Siegel für umweltfreundlich erzeugte Produkte]
  • Bäume pflegen und neue pflanzen
  • Tropenhölzer boykottieren
  • regionale und saisonale Produkte kaufen
  • Produkte ohne Gen-Soja nutzen bzw. nur auf nachhaltig erzeugte Bio-Ware zurückgreifen
  • elektronische Altgeräte nicht wegwerfen; es sind wertvolle Rohstoffquellen und lassen sind recyceln
  • Artikel aus Aluminium meiden [da Regenwald vernichtet wird und die Herstellung viel Energie benötigt] usw.

Mehr zum Thema.

Weitere Informationen findest Du in einem PDF-Dokument zum Regenwald.

Einige Links.

Quellen › Internet → wikipedia.de, regenwald.org, greenpeace.de, fsc-deutschland.de, goethe.de, faszination-regenwald.de; Zeitschriften → Regenwaldreport [Zeitschrift des Rettet den Regenwald e.V.; verschiedene Ausgaben]; Literatur → Zum Beispiel HOLZ [Ekkehard Lauener, Lamuv Verlag 1991]; Multimedia-CD → Lebenswelt Regenwald [AmazonasWald Kanada-Initiative e.V.]