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Kampagne Für Saubere Kleidung.

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Clean Clothes.

Schwitzen für Konzerne.

Zwei schwitzen für Adidas → Ein Fußball-Bundesligatorhüter mit monatlich über 500.000 Euro und reichlich Luxus, sowie eine mittelamerikanische Textilnäherin mit einem Monatsverdienst von 180 Euro [in ihrem Land vergleichsweise viel], die zudem unter schlechten Bedingungen [Überstunden, sexuelle Ausbeutung, schlechte Wohnung etc.] ihr kärgliches Leben fristen muss.
Adidas fährt nach eigener Aussage Rekordgewinne ein. 2015 stieg der Umsatz um 16% auf 16,9 Milliarden €; der Gewinn lag bei 720 Millionen €. Auf wessen Kosten?
Geht es um Arbeitnehmerrechte, ist das Unternehmen wenig spendabel. Ein Jahr nach Schließung der Fabrik PT Kizone in Indonesien, weigerte sich Adidas, den ArbeiterInnen ihre ausstehenden Abfindungen in Höhe von 1,8 Millionen US-$ zu zahlen. 2011 floh der Eigentümer von PT Kizone aus Indonesien. Dies führte zur Schließung der Fabrik und machte 2800 ArbeiterInnen arbeitslos. Adidas war jahrelang Käufer bei PT Kizone, wo die ArbeiterInnen teilweise nur US-$ 0,60 pro Stunde erhielten.

Tchibo, Lidl, Kik und Co.?

Jede Woche eine neue Welt? Nicht für die Näherinnen! Denn sie schuften zum Billiglohn; jeder Tag stets ist die alte Welt. Ohne gesundheitliche Fürsorge, extrem unterbezahlt, mit vielen Überstunden, sexueller Belästigung oder totaler Überwachung am Arbeitsplatz und fehlender gewerkschaftliche Organisierung. Trauriger Alltag der Menschen in Bangladesh, auf deren Kosten und zu deren Nachteil sich große Konzerne die Taschen füllen [Gewinn von Tchibo 2014: 191 Millionen Euro].

Nicht einmal 1%. *

Von einer Marken-Jeans, die im Laden satte 100 € kostet, erhält die Näherin in China gerade einmal 1 €. Davon kann ihre Familie weder menschenwürdig leben, noch ihre Kinder zur Schule schicken. Das Gleiche passiert der Näherin in Indien, Taiwan oder anderswo. Hätte sie das Doppelte [also 2 €], würde die Jeans kaum mehr kosten und sie könnte ihre Kinder zur Schule schicken.

Sklaverei pur. *

Für nur 15 Cent je Stunde, und das 16 Stunden am Tag sowie 6 Tage pro Woche muss eine Textilarbeiterin in Bangladesh unter ziemlich schlechten und gefährlichen Arbeitsbedingungen schuften. Nur, damit KIK und Co. die Jeans für z.T. unter 10 Euro verkaufen kann.
Kann eine Jeans wirklich nur 9,99 € kosten? Ist da nicht etwas faul? Davon muss man Material, Transportkosten u.v.a. bezahlen, und der Konzern will auch Profit machen. Das geht doch nur, wenn man der Arbeiterin fast nichts bezahlt. [... ganz zu schweigen von den Gesundheitsschäden durch billige Chemiefarbstoffe]

(Auf) richtige Zeichen setzen.

Achte beim Kauf von Textilien auf die richtigen Siegel. Trage auch Du dazu bei, dass sich der Faire Textilhandel durchsetzt und nachhaltig produzierte Waren. Infos, die auch Ausgangspunkt für gemeinsame Projekte für Schüler, Jugendliche oder Erwachsene sein können, gibt es unter saubere-kleidung.de, ci-romero.de und hier. Weitere Zeichen übrigens unter modeaffaire.de, einem Online-Portal für faire Mode, oder hier.
Quellen › Internet → fairewoche.de, saubere-kleidung.de, fairtrade.de, fairtrade-deutschland.de, inkota.de, adidas-group.com; Fernsehsendungen → * Angaben aus Hart aber fair, ARD 15.09.2014, 21 Uhr