Plastikflaschen und Mikroplastik. Noch mehr Probleme.
Immer mehr Plastik.
Bis sich weggeworfene Plastikflaschen, -tüten oder andere Kunststoffteile zersetzten, vergehen bis zu 500 Jahre. Zudem geben viele Kunststoffe in den Verpackungen Gifte an den Inhalt ab. Sie gelangen in unseren Körper. Typischer Fall ist Kunststoffspielzeug mit Weichmachern in den Händen oder Mündern kleiner Kinder.
Kunststoffmüll, Meere und Lebewesen.
Pro Jahr landen ca. 6,4 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Die größte Müllinsel im Nordpazifik ist so groß wie Mitteleuropa und es schwimmen darin ca. 100.000 Tonnen Plastik. Häufig sind es kleinste Partikel [Pellets]. Seevögel, Seelöwen, Fische oder Wale verwechseln die Kunststoffteile mit Beute und fressen den Müll oder geben ihn den Jungen zu fressen. Sie haben das Gefühl, dass der Magen voll sei, sterben daran aber ohne Nährstoffe jämmerlich. Fressen Fische die Kunststoffteile, so gelangen auch Gifte [z.B. Weichmacher] ins Fleisch. Essen wir den Fisch, kommen die Plastikgifte in unseren Körper und können gesundheitliche Schäden verursachen.Andere verfangen sich in Kunststoffteilen oder Chemiefasern und gehen so zu Grunde. Allein vor Australien sterben so jährlich 100.000 Meerestiere.
Das kannst du dagegen tun.
ewig haltbare Taschen aus Stoff oder Leder nutzen
Stoffbeutel aus Naturmaterialien [z.B. Jute, Leinen], denn sie halten lange und lassen sich notfalls recyceln oder kompostieren
Tüten aus Recyclingpapier [aber nicht aus neuem Papier]
wiederverwendbares Verpackungsmaterial aus Altpapier oder Altpappe
kompostierbares Verpackungsmaterial z.B. aus Maisstärke
biologisch abbaubare Folien aus Reis- oder Maisstärke
Papier aus schnell nachwachsenden Pflanzen [z.B. Bananenblättern] statt aus Holz
... und manchmal ist eine Verpackung sowieso überflüssig
Plastikfrei leben.
Viele Fairhandelsorganisationen engagieren sich für unsere Umwelt mit plastikfreien Sortimenten bzw. Produkten. Aus Naturmaterialien wie z.B. Baumwolle, Zuckerrohr oder Holzzellstoff lassen sich umweltfreundliche Verpackungen fertigen. Schau beispielhalber mal bei Weltpartner rein und mach mit.
Noch mehr Infos.
Weitere Informationen findest du in unseren Info-Blatt zum Problem Kunststoffe.Quellen › Internet → wikipedia.de, de.hessnatur.com; Informationsmaterial und Literatur →"enorm" [Magazin für nachhaltiges Wirtschaften], Social Publishing Verlag Hamburg mehr